Zunächst muss das aufgenommene Produktfoto "entfleckt" werden, was bedeutet, dass es von Flecken auf dem Produkt, dem Hintergrund oder auf dem Chip der Kamera gereinigt werden soll. Bei Programmen wie Adobe Photoshop oder dem Open Source Gegenstück Gimp, gibt es hierzu zwei praktische Tools, nämlich den Stempel und das Pflaster.
Der Kopierstempel nimmt Pixel auf und kann so Flecken überstempeln, wobei man darauf achten muss, dass man eine weiche Auswahlkante wählt, um harte Übergänge zu vermeiden. Das Pflaster erleichtert dies, indem es automatisch das Aufgenommene in die umliegenden Pixel einpasst.
Ist der Hintergrund nicht geeignet oder gewünscht, muss das Produkt freigestellt werden, wobei es auch hier mehrere Möglichkeiten gibt. Wichtig ist in jedem Fall präzises Arbeiten, so dass das Produkt nicht im Nachhinein Katen und ausgefranste Ecken bekommt, wo es keine hat. Es ist ratsam zum Ausschneiden eine Ansicht von 200% Größe zu nehmen, um pixelgenau arbeiten zu können. Im Photoshop eignen sich Pfade und das "Lasso", um Dinge auszuschneiden.
Beim Composing mehrerer Bildelemente sollte man unbedingt auf korrekte Lichtführung achten, um es realistisch aussehen zu lassen (Schatten dürfen nicht in verschiedene Richtungen fallen). Im Photoshop sollte man immer mit mehreren Ebenen arbeiten, um sich nicht zu früh auf Positionen festzulegen. Es gibt zahlreiche Effekte wie das Legen von Schatten und Lichtern, um dem Bild den letzten Schliff zu geben.